Erfolgreiche Innovation, wie?

Wie entsteht erfolgreiche Innovation? Die kurze Antwort: nicht in einem einzigen Blogbeitrag. Die ehrliche Antwort: meist dort, wo ein reales Problem drückt.

Kundinnen und Kunden kaufen kein Produkt um des Produkts willen. Sie kaufen Fortschritt. Innovation gelingt dann, wenn dieser Fortschritt spürbar grösser ist als bei der bisherigen Lösung.

Oft hilft ein Paradigmenwechsel. Also ein neuer Blick auf ein altes Problem. Besonders spannend wird es in Krisen: Je grösser die Reibung, desto höher die Innovationsenergie. Notlösungen im Alltag sind dabei oft frühe Indikatoren für echte Marktchancen.

Ein Klassiker ist das Smartphone ohne Tasten. Viele wollten es anfangs nicht. Dann wollten es alle. Innovation kann genau so aussehen: zuerst Irritation, dann Standard.

Mein Fazit: Nehmen Sie die nächste Krise nicht nur als Belastung wahr. Sehen Sie sie auch als Labor. Dort entstehen oft die besten Ideen.

Neugier schafft Innovation – Wie neugierig sind Sie?

Neugier ist für mich einer der stärksten Innovationsmotoren. Albert Einstein hat es treffend gesagt: „Phantasie ist wichtiger als Wissen.“ Wissen erklärt die Welt. Neugier erweitert sie.

Unser Bildungssystem vermittelt viel Information. Das ist wichtig. Aber es reicht nicht. Wir sollten junge Menschen stärker darin trainieren, gute Fragen zu stellen, Hypothesen zu bilden und Antworten kritisch zu prüfen. Kurz: mehr epistemische Neugier, weniger reines Auswendiglernen.

Ich mag die Formel: Neugier schafft Fragen. Fragen schaffen Antworten. Antworten schaffen Innovation.

Wenn wir nur auf Prüfungen vorbereiten, gewinnen wir vielleicht gute Noten. Wenn wir auf Zukunft vorbereiten, gewinnen wir Gestalterinnen und Gestalter. Genau die brauchen wir.